„Die Hand geht dem Herzen nach, denn nur die Hand kann erzeugen, was durch die Hand wieder zum Herzen geht. »

– Käthe Kruse

Qualität aus Deutschland seit 1911  

Getreu dem Motto der Firmengründerin Käthe Kruse fertigt die Käthe Kruse Manufaktur seit über 100 Jahren Puppen und Babyspielzeug in liebevoller Handarbeit. Dabei steht die Traditionsmarke damals wie heute für Vertrauen, Qualität und Sicherheit. Käthe Kruse fertigt Produkte für Babys, Kinder und Erwachsene, die von Herzen kommen und ein ganzes Kinderleben lang Freude machen.

Gründung: 1911
Markeninhaber: Hape Gruppe
Zielgruppe: 0–99 Jahre

Puppen

  • Babypuppen
  • Kinderpuppen
  • Künstler-/ Sammlerpuppen
  • Puppenbekleidung
  • Puppenzubehör
  • Puppenmöbel
  • Puppenstuben und -häuser
  • Zubehör für Puppenstuben/ -häuser
  • Puppenhausminiaturen und Zubehör

Plüsch

  • Plüsch-/ Stoffspielzeug
  • Stofftiere, Teddybären
  • Plüsch- und Stoffartikel für Babys und Kleinkinder
  • Sammlerartikel

Textile Baby- und Kinderausstattung

  • Beißringe
  • Mobiles
  • Rasseln
  • Greiflinge
  • Schnullerketten
  • Spieluhren
  • Schmusetücher
  • Spiel- und Krabbeldecken
  • Wärmekissen

Puppen

  • Babypuppen
  • Kinderpuppen
  • Künstler-/ Sammlerpuppen
  • Puppenbekleidung
  • Puppenzubehör
  • Puppenmöbel
  • Puppenstuben und -häuser
  • Zubehör für Puppenstuben/ -häuser
  • Puppenhausminiaturen und Zubehör

Plüsch

  • Plüsch-/ Stoffspielzeug
  • Stofftiere, Teddybären
  • Plüsch- und Stoffartikel für Babys und Kleinkinder
  • Sammlerartikel

Textile Baby- und Kinderausstattung

  • Beißringe
  • Mobiles
  • Rasseln
  • Greiflinge
  • Schnullerketten
  • Spieluhren
  • Schmusetücher
  • Spiel- und Krabbeldecken
  • Wärmekissen

Soziale Verantwortung

Als Teil der Hape Gruppe stehen wir zu unserer sozialen Verantwortung, nicht nur bezogen auf unsere eigenen MitarbeiterInnen sondern auch im Zusammenhang der Produktion, Lieferanten und allen weiteren Geschäftspartnern. Wir zeichnen uns durch unser soziales Engangement und unser nachhaltiges Handeln aus, für uns sind Fairness und Respekt selbstverständlich.

Was wir des Weiteren darunter verstehen? Hier findet sich weitere Informationen zu unserer Hape Gruppe. In unseren exklusiven nachhaltigen Kollektionen wie der Organic Baby-Serie und der Waldorf-Puppenkollektion  verwenden wir zudem nachhaltige Materialien. Es werden hierbei 100% biologische, zertifizierte Stoffe und Materialien verwendet, ganz nach unserem Ansatz im Einklang mit der Natur zu leben.

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Handwerk statt Massenware  

Gemäß unserer Firmenphilosophie produzieren wir keine Massenware, sondern individuelle Produkte, welchen wir mit liebevoll handgefertigten Details den typisch « krusischen Stil » verleihen. Herausragendes Handwerk findet immer mehr Wertschätzung, unsere Käthe Kruse Produkte sind aufgrund unserer Ansprüche nicht in beliebiger Menge herstellbar.

Wir haben damit von Klassikern und neuen Produkten eine breite Produktauswahl in exklusiver Qualität.

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Die Bedürfnisse der Babys und Kinder im Fokus    

Unsere Puppen und Spielzeuge orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder, sie fördern die Kreativität und die Fantasie genauso wie die Sprache und die Kommunikation. Unsere Produkte sprechen altersgerecht die Sinne der Babys und Kinder an, mit ihrem anschmiegsamen Material und spielgerechter Form geben sie ein Gefühl von Geborgenheit und Nestwärme.

So dürfen unsere Badepuppen z.B. ins Wasser und unsere Babypuppen sind weich und wecken mütterliche Gefühle. Mit unseren Produkten geben wir Kindern und Eltern das beruhigende Gefühl gesund, kindgerecht und mit Freude zu spielen.

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Puppen für Klein und Groß

Zu Beginn der Marke Käthe Kruse steht die Puppe als Spielgefährten der Kleinsten. Als erstes Produkt von Käthe Kruse steht die Puppe auch heute noch nach über 100 Jahren im Fokus der Traditionsmarke. Sie wird in liebevoller Handarbeit gefertigt, um Klein und Groß ein Leben lang zu begleiten. Aber nicht nur Babys und Kinder lieben seit Generationen unsere Produkte, auch Erwachsene und Senioren haben Spaß an unseren Puppen, gerade die klassischen Produktserien lassen die Herzen vieler Sammler und Liebhaber höherschlagen.

 

 

Das Kuscheltier als treuer Freund

Für die meisten Babys und Kleinkinder spielt das Kuscheltier in den ersten Lebensjahren eine wichtige Rolle. Mit unseren liebevoll gestalteten Kuscheltieren haben die Kleinsten Beschützer, Tröster und Freund in einem. In vielen Momenten brauchen die Kleinen etwas Vertrautes, das sie mit Beständigkeit und Trost in Verbindung bringen.

Von Geburt an mit dabei   

Von Anfang an begleitet Käthe Kruse die Kleinsten auf ihrem Lebensweg: Von Schmusetüchern sowie kuscheligen Wärmekissen über Funktionsartikel wie Schnullerketten und Mobiles bis hin zu süßen Spieluhren bieten die Baby Artikel eine liebevolle Auswahl für die Erstlingsausstattung.

Gerade hier steht Qualität an oberster Stelle, so erfüllt Käthe Kruse durch die langjährige Erfahrung und die Verwendung von hochwertigen Materialien höchste Sicherheit für die Allerkleinsten.

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Exklusive, nachhaltige Produkte

Unsere Bio-Linie und unsere Waldorf Puppen-Serie orientieren sich an den höchsten Standards. Seit vielen Jahren haben wir mit den Waldorf Stoffpuppen eine exklusiv lizensierte Kollektion, welche aus natürlichen, weichen Materialien nach den Grundsätzen der von Rudolf Steiner geprägten Waldorfpädagogik gestaltet ist.

Unsere in klassisch gestaltete Organic Bio-Linie ist aus 100% biologischen Materialien hergestellt, ganz nach unserem Ansatz im Einklang mit der Natur zu leben.

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Nachhaltiges Denken und Handeln

Nicht nur eine nachhaltige und ökologisch effiziente Produktion liegt uns am Herzen, sondern auch nachhaltiges Wirtschaften und Handeln. Wir setzen nachwachsende Rohstoffe zur Herstellung unserer Spielzeuge ein und stellen diese so umweltschonend wie möglich her. Unter anderem verwenden wir Rohmaterialien mit dem Gütesiegel für KBA – kontrolliert biologischer Anbau – und KBT – kontrolliert biologische Tierhaltung –, zudem achten wir auf höchste Qualitätsstandards und arbeiten ausschließlich mit kindgerechten, schafstofffreien Materialien.

Wir achten darauf, dass unsere Transportwege und Logistik so effizient wie möglich gestaltet sind, um unnötige Umweltbelastungen zu vermeiden.

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Handwerk mit Liebe zum Detail 

Gemäß unserer Firmenphilosophie produzieren wir keine Massenware, sondern individuelle Produkte, welchen wir mit liebevoll handgefertigten Details den typisch « krusischen Stil » verleihen. Alle Käthe Kruse Produkte zeichnen sich durch kleine, handgefertigte Details aus, die das Produkt zu einem Original machen. So werden ganz nach Tradition die ausdrucksvollen Augen unserer Puppen heute noch wie vor 100 Jahren künstlerisch mit Ölfarben von Hand gemalt. Echthaarperücken der klassischen Puppen sind handgeknüpft und mit viel Liebe zum Detail frisiert. Fast alle klassischen Puppenkörper werden von Hand mit Reh- und Rentierhaar gestopft. Zahlreiche liebevolle Details an Bekleidungen und Accessoires sind handgefertigt.

Unsere Mitarbeiter beherrschen die Handwerkskünste des Stickens, Strickens, Nähens, Häkelns und Applizierens noch wie zu Großmutters Zeiten. Diese Tradition haben wir auch auf unsere Babyspielzeuge und Spielpuppen übertragen.  Unser Klassiker, das Schmusetuch, geht auf Käthe Kruses allererste Puppe zurück, die sie 1905 aus einem geknoteten Handtuch fertigte. Die Gesichter unserer Stoffpüppchen und Stofftiere im Babybereich sind liebevoll von Hand gemalt oder gestickt – nur so erhalten sie den bezaubernden Ausdruck, der Kinder anspricht. Diese Details machen unsere Puppen und Spielzeuge individuell und zu Käthe Kruse Originalen.

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Service in liebevoller Handarbeit

In unserem Standort in Donauwörth stehen wir mit einer hausinternen, erfahrenen Reparatur- und Restaurierungsservice zur Verfügung. In unserem Puppen-Krankenhaus helfen wir auch die bereits seit Generationen vererbten Puppen und Sammlerstücken. In mühevoller Handarbeit mit Liebe zum Detail bringen wir jedes Käthe Kruse Produkt wieder in Schuss und zaubern ein Lächeln auf die stolzen Besitzer.

Produktionsstandort

Wir produzieren ausschließlich in internen Produktionsstandorten der Hape Gruppe und können so optimale Qualität und Sicherheit gewährleisten. Mehr zu unseren Produktionsstandorten.

Zertifikate

Wir gestalten und fertigen Produkte, die von Herzen kommen. Um die Sicherheit unserer Produkte garantieren zu können, fertigt Käthe Kruse überwiegend in den eigenen Produktionsbetrieben. Hier sorgen wir selbst für die Einhaltung aller gültigen Standards in den Bereichen Spielzeugsicherheit und Qualitätssicherung. Unsere Produkte werden durch unabhängige Prüfinstitute auf Material, Verarbeitung, Konstruktion und Inhaltstoffe getestet. Die verschiedenen Standards und Normen sind für uns eine Selbstverständlichkeit, wir erfüllen diese und gehen zum Teil auch darüber hinaus. Unsere Tests erfolgen nach europäischem Standard und US-amerikanischen Normen.

https://www.kaethe-kruse.de/de/qualitaetsversprechen

Geschichte

1905

Wie alles begann… Es ist das Weihnachtsfest 1905, als Käthe Kruses Maria, liebevoll Mimerle genannt, sich sehnlichst eine Puppe wünscht. Eine Puppe zum Kuscheln, Herumtragen und Umsorgen - genau wie ein echtes Baby sollte sie sein. Doch alle Puppen, die Vater Max Kruse, ein bekannter Berliner Bildhauer, in den Kaufhäusern sah, waren steif, kalt und nicht geeignet, um mütterliche Gefühle in einem Kind zu wecken. Er riet Käthe, selbst eine Puppe zu machen. Käthe Kruse hatte auch bereits eine genaue Vorstellung, wie diese Puppe sein sollte: warm, weich und auch ein bisschen schwer, sodass Mimerle auch etwas zu tragen hatte. Sie nahm, was sie zur Hand hatte: ein Handtuch, etwas Sand als Füllung, die sich bei längerem Anschmiegen der Puppe erwärmte, und eine Kartoffel als Kopf - schon war das erste Puppenkind geboren und Mimerle liebte es innig. Sie trug das Geschöpf tagelang mit sich herum und umsorgte es, bis sich die Knoten im Handtuch lösten, der Sand herausrieselte und die Kartoffel schließlich schimmelte. Angespornt durch die Liebe ihrer Tochter zu dieser ersten Puppe - die heute auch als Kartoffelpuppe oder Sandbaby bekannt ist - fasste Käthe Kruse den Entschluss, ihre Künste zu verbessern und machte immer neue Puppen für ihre Kinder. Damals ahnte sie noch nicht, dass die Puppenmacherei zu ihrem Erfolg, ihrem Lebensinhalt und ihrem ganzen Glück werden sollte.

1910

Erste öffentliche Ausstellung und Reformpädagogik Im Bekanntenkreis hatte sich bald herumgesprochen, dass es in Berlin eine junge Mutter gab, die ihren Kindern Puppen zum Spielen selber machte. Um 1910 wurde Käthe Kruse eingeladen, ihre Puppen bei der Ausstellung "Spielzeug aus eigener Hand" in Berlin im Warenhaus Tietz auszustellen. Ihre liebreizenden Puppen wurden zum großen Überraschungserfolg der Ausstellung und Käthe Kruse wurde über Nacht berühmt. Die Presse bezeichnete Käthe Kruses Puppen als "Ei des Kolumbus". Puppen waren zwar nichts Neues, doch in ihrer Machart unterschieden sich Kruses Puppen entscheidend vom bisher Üblichen, da sie mit ihren Puppen die gerade neu entstandenen reformpädagogischen Ideen mit einem Schlag umgesetzt hatte: ihre Puppen waren keine kleinen Erwachsenen, die dem Kind ein Vorbild sein sollten, sondern sie waren Ebenbild des Kindes. So konnten sie dem Kind ein gleichwertiger Freund, ein Begleiter und Kamerad sein. Käthe Kruses Puppen begeisterten die Erwachsenen, weil sie so kindlich aussahen und elterliche Fürsorgegefühle weckten. Kinder liebten diese Puppen, weil sie ihnen selbst so ähnlich waren. Ein Erfolgsrezept, das um die Welt gehen sollte.

1911

Der erste Auftrag und Firmengründung in Berlin Die Ausstellung im Warenhaus Hermann Tietz, am Alexanderplatz in Berlin, führte zum ersten Auftrag von 150 ihrer liebevoll handgefertigten Puppen, die an F.A.O. Schwarz in die USA geliefert werden sollten. Nun hatte Käthe Kruse nicht mit einem solchen Erfolg und schon gar nicht mit einer solchen Nachfrage nach ihren Puppen gerechnet. Sie war keine Fabrikantin und hatte keine Werkstätte. Ihre Puppen waren für den Hausgebrauch gemacht. Der Auftrag reizte sie jedoch so sehr, dass sie beschloss, diese 150 Puppen mit Hilfe eines Malers und einiger Näherinnen in ihrer Berliner Wohnung herzustellen und pünktlich zu liefern. Nach einigen durchgearbeiteten Nächten gingen die Puppen schließlich per Schiff in die USA. Die Puppen waren noch nicht perfekt, doch die "Kinderkrankheiten" konnten leicht behoben werden und so folgte bald der zweite Auftrag über 500 weitere Puppen. Dies konnte Käthe Kruse ohne Hilfe nicht mehr bewältigen. Zunächst vergab sie eine Fertigungslizenz an einen Spielzeugfabrikanten, entschloss sich letztendlich aber doch zum Aufbau einer eigenen Werkstätte in Bad Kösen. Mit ihren Puppen nimmt Käthe Kruse an diversen internationalen Puppenausstellungen teil und gewinnt in Florenz die Große Goldene Medaille, in Frankfurt den 1. Preis und in Breslau den 1. Preis.

1912

Umzug nach Bad Kösen Käthe Kruses Manufaktur in Bad Kösen begann mit der Serienherstellung nach dem Modell der in Berlin ausgestellten Puppen, die bei der späteren Einführung der Seriennummern nachträglich die Bezeichnung "Puppe I" erhielt, unter der sie noch heute bekannt ist. Die Fertigung wurde zunächst in einem Haus in der Friedrichstraße eingerichtet, 1923 zog die Manufaktur in das ebenfalls in der Friedrichstraße gelegene, größere Gebäude des ehemaligen Pädagogiums um. In Bad Kösen entwarf Käthe Kruse zahlreiche Puppenmodelle, Bekleidungen und Accessoires, die sie erfolgreich bewarb und weltweit im Fachhandel plazieren konnte. Zu erwähnen sind vor allem die ab ca. 1916 hergestellten, filigranen Puppenstubenpuppen, das seit 1922 gefertigte "Schlenkerchen" ("Puppe II"), die 1925 neu eingeführten Puppen "Träumerchen" ("Puppe V") und "Du Mein" ("Puppe VI") und die seit 1928 erfolgreich hergestellte "Puppe VIII" - auch als "Das deutsche Kind" oder als "Friedebald-Puppe" bekannt. Es war die erste Käthe Kruse Puppe mit einer kämmbaren Echthaarperücke und wurde nach dem Vorbild von Käthe Kruses Sohn Friedebald gefertigt.

1921

Viele Puppen - viele Kinder Die Puppenproduktion in Bad Kösen florierte. Käthe Kruse verkaufte ihre Modelle erfolgreich im In- und Ausland und konnte sie durch geschickte Werbeschachzüge wie z. B. ein eigener Katalog, Werbeanzeigen in internationalen Magazinen, Interviews und Werbepostkarten weltweit auf dem Spielzeugmarkt etablieren. Sie waren auf allen wichtigen Messen vertreten und hatten auch schon Preise gewinnen können. Neben den Puppenkindern musste sich Käthe Kruse aber auch noch um ihre eigene, wachsende Kinderschar kümmern. 1921 kam mit Max das letzte ihrer sieben Kinder zur Welt: Maria, Sofie, Hanne, Michael, Jochen, Friedebald und Max.

1925

Prozess: Künstlerischer Urheberschutz Gegen den Bing Konzern führte Käthe Kruse den wohl bedeutendsten Urheberrechtsprozess in der Geschichte der Spielzeugindustrie. Der Großkonzern Bing hatte im großen Stil begonnen, Käthe Kruse Puppen zu imitieren. Käthe Kruse fühlte sich nicht nur ihrer geistigen Arbeit beraubt, sondern hielt die fabrikmäßig gefertigten Imitate auch noch für besonders unförmig, seelenlos und leer im Ausdruck. Nicht umsonst hatte sie sich für eine eigene Handwerksfertigung entschieden und damit ein neues Qualitätsmerkmal gesetzt. Bing hingegen setzte auf Massenproduktion und schlug dabei noch Kapital aus Käthe Kruses gutem Markennamen, indem sie mit den Worten "Imitation der Käthe Kruse-Puppen" warben. Käthe Kruse wandte sich in dieser Angelegenheit an eine auf Urheberrechtsfragen spezialisierte Berliner Kanzlei und brachte die Sache vor Gericht. In erster Instanz gab der Richter Käthe Kruse Recht, in der Berufung gewann Bing. Der Rechtsstreit zog sich bis in das Jahr 1925, als Käthe Kruse den Prozess vor dem Leipziger Reichsgericht endgültig gewann. Es war das erste Mal, dass der künstlerische Urheberschutz einem Spielzeug zugebilligt worden war. Eine grundsätzliche Entscheidung, die klare Rechtsverhältnisse schuf.

1928

Käthe Kruse revolutioniert das Schaufenster 1928 erhielt Käthe Kruse von einem Kunden folgendes Schreiben: "Sehr geehrte Frau Kruse, wir planen, für den Muttertag ein besonders hübsches Schaufenster zu machen, und zwar nur Kinder. Nun gefallen uns aber unsere Figuren nicht so gut. Können Sie uns helfen, indem sie einfach Ihre Puppen so groß machen, dass wir ihnen normale Kleider anziehen können? Die Kinder sollten drei und fünf Jahre alt sein." Dies war der Beginn der Käthe Kruse Schaufensterfigurenproduktion. Die Körper fertigte Käthe Kruse ähnlich ihrer Puppenstubenfiguren: im Inneren ein bewegliches Skelett aus Draht, darüber mehrere Schichten gewickelten Stoff und am Schluss ein Überzug mit festem Trikot. Außer Kindern fertigte Käthe Kruse bald auch Erwachsenenfiguren in verschiedenen Größen mit austauschbaren Köpfen und Perücken. Vor allem Käthe Kruses Tochter Sofie war maßgeblich an der Produktion beteiligt. Genau wie ihre Puppen bestachen die Schaufensterfiguren durch ihre "Lebendigkeit". Gesteigert wurde dieser Effekt noch durch geschickt inszenierte Figurengruppen und vor allem durch die Fotoaufnahmen der Schaufensterfiguren durch Käthe Kruses Sohn Jochen. Er kleidete die Figuren im neuesten modischen Schick, gab ihnen Accessoires in die Hände, rückte sie einzeln oder in Gruppen in Szene - mal beim Sport, mal elegant, mal familiär, mal drinnen, mal im Freien - und fotografierte sie. Die Produktion wurde nach dem Umzug der Werkstätten nach Donauwörth zunächst verkauft und kurz darauf eingestellt.

1946

Zweigwerke in Bad Pyrmont und Donauwörth Schon während des 2. Weltkriegs wurde die Puppenproduktion immer schwieriger. Die Schrecken der Kriegsjahre und die verheerenden letzten Kriegsmonate im Jahr 1945 machten auch vor der Puppenwerkstätte nicht Halt. Zunächst rückten die Amerikaner in Bad Kösen ein, danach die Russen. Um die Produktion überhaupt am Laufen halten zu können, benötigte Käthe Kruse von ihren Kunden selbst eingeschickte Stoffe zur Fertigung der Kleidung und abgeschnittenes Echthaar zur Herstellung der Perücken. Zur besseren Materialversorgung und um die Exportmöglichkeiten weiter auszudehnen, schickte Käthe Kruse 1946 ihre Söhne Max und Michael in die westlichen Zonen, um dort Zweigwerke zu errichten. Max baute in Bad Pyrmont eine kleine Werkstätte auf, in der vor allem das Glückskind - eine einfache, im Schnitt reduzierte Spielpuppe - gefertigt wurde. Michael verlegte Teile der Produktion von Bad Kösen nach Donauwörth. Dorthin wurde 1950 die gesamte Produktion der Käthe Kruse Puppen verlegt. Käthe Kruse war mit allem, was sie tragen konnte über Berlin nach Donauwörth geflüchtet. Die geliebte Werkstätte in Bad Kösen wurde enteignet und in das System der volkseigenen Betriebe der DDR integriert. Einige Mitarbeiter folgten Käthe Kruse nach Donauwörth, viele bleiben wegen ihrer Familien zurück. Noch bis in die 60er Jahre wurden in Bad Kösen mit den verbliebenen Werkzeugen und Materialien Puppen nach Art der Käthe Kruse Puppen hergestellt - bezeichnet wurden sie mit dem Namen Kösener Künstlerpuppen. Die Produktion der Käthe Kruse Puppen wurde in Donauwörth vor allem unter der Mithilfe der Kinder Michael, Max und Hanne neu aufgebaut. Käthe Kruse zog sich mehr und mehr aus der aktiven Firmenarbeit zurück.

1958

Tochter Hanne übernimmt Die neuen Werkstätten in Donauwörth wurden von 1946 bis 1953 von Käthe Kruses Sohn Michael geleitet. Danach beschloss der gelernte Physiker nach Südafrika auszuwandern, wo er in Pretoria lebte und arbeitete. Max Kruse, der bereits von 1946 bis 1949 das Zweigwerk in Bad Pyrmont aufgebaut und geleitet hatte, übernahm die Werksleitung in Donauwörth bis 1958 und übergab dann die Werksleitung an seine Schwester Hanne Adler-Kruse und deren Ehemann Heinz Adler. Max Kruse widmet sich seitdem seiner Berufung als Schriftsteller - vor allem bekannt für seine Kinderbücher "Der Löwe ist los" und das auch durch die Augsburger Puppenkiste populär gewordene "Urmel aus dem Eis". Hanne Adler-Kruse übernahm die künstlerische Leitung der Werkstätten, Heinz Adler kümmerte sich um Geschäfte und Kunden. Bereits 1957 hatte Hanne Kruse ihr erstes eigenes Puppenmodell, das "Däumlinchen" kreiert und mit großem Erfolg auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt. Ihre folgenden Puppenschöpfungen wurden unter der Bezeichnung "Modell Hanne Kruse" vermarktet.

1967

Neue Produkte für Baby und Kleinkind Hanne Kruse ging ab Mitte der 60er Jahre einen entscheidenden Schritt über die Puppenproduktion hinaus und erweiterte die Produktpalette um Spielzeuge für Babys und Kleinkinder. Der Absatzmarkt für Puppen ist in dieser Zeit weitgehend erschöpft, da die Konsumenten vermehrt auf Billigprodukte und Auslandsproduktionenen zurück griffen. Mit ihren Spielzeugen aus Frottee erschlossen die Käthe Kruse Werkstätten einen ganz neuen Konsumentenkreis und sicherten so die Grundlage für den Produktionsbetrieb. Unter den weichen, bunten Frotteeprodukten waren Tierfiguren, bunte Spielbälle und Puppenfiguren, die unter der Familie Timmermann bekannt wurden. Einige dieser Frotteeprodukte sind bis heute erfolgreich in unserem Käthe Kruse Baby- und Kleinkind Programm vertreten. Hanne Adler-Kruse und Heinz Adler leiteten die Werkstätten bis 1990.

1990

Neue Wege in großen Fußstapfen Über 80-jährig entschloss Hanne Kruse sich dazu, die Werkstätte in neue Hände zu geben. Da alle ihre Kinder mit anderen Berufen und mit Familie fest im Leben standen, fand sich unter den Kruse-Nachkommen niemand, der die Werkstätten übernehmen mochte. Eine neue Geschäftsleitung wurde gesucht und in Andrea Kathrin und Stephen Christenson auch gefunden. Bereits als Kind spielte Andrea Christenson mit Käthe Kruse Puppen und träumte davon, eines Tages diese wundervolle Puppenwerkstätte zu leiten. Zunächst ging das Leben andere Wege, bis sich 1990 die Chance ergab, die Traditionsmanufaktur tatsächlich zu übernehmen. Getreu Käthe Kruses Motto der Handarbeit und der Qualitätsproduktion setzte auch die neue Geschäftsleitung auf dieses Erfolgsrezept. "Die Tradition im Herzen, der Zukunft entgegen" lautete das neue Motto, mit dem sich die Marke Käthe Kruse als Hersteller von Puppen, Spielzeugen, Home Produkten, Accessoires und Kindermode etablierte. Heute präsentiert sich Käthe Kruse als Marke für Innovation und Tradition, Kinder und Liebhaber, Klein und Groß, Jung und Alt - einfach qualitätsvoll und generationsübergreifend.

2005

100 Jahre Käthe Kruse Puppen Die erste Käthe Kruse Puppe entstand 1905. Genauso wie diese erste Puppe Käthe Kruses Tochter Maria begeistert hat, so begeistern Käthe Kruse Puppen und Produkte noch Heute Menschen auf der ganzen Welt. In unserem Jubiläumsband "Käthe Kruse Puppen - 100 Jahre kaum zu glauben" zieht die Zeit in wunderschön fotografierten Puppenbildern von damals bis heute noch einmal an uns vorbei. Unsere Händler und wir feiern mit zahlreichen Sammlerevents und speziellen Schaufensterdekorationen. Zum großen Jubiläumsfest in Donauwörth steht die Stadt der Käthe Kruse Puppen ganz im Zeichen der traditionsreichen Manufaktur!

2008

Käthe Kruses 125. Geburtstag In diesem Jahr wäre Käthe Kruse 125 Jahre alt geworden. Mit Freude würde sie sehen, dass ihr Lebenswerk auch Heute noch Menschen auf der ganzen Welt - Groß und Klein - begeistert. Zu ihrem Geburtstag haben wir noch einmal die Meilensteine aus der Kruse Produktion als limitierte Sondermodelle aufgelegt: Puppe I "Henriette", Puppe VIII "Friedebald und Ilsebill" und "Rumpumpel".

2011

100 Jahre Käthe Kruse Manufaktur 1911 erhielt Käthe Kruse ihren ersten Auftrag und begann in ihrer Berliner Wohnung mit der seriellen Fertigung ihrer handgemachten Puppen. Käthe Kruse stellte einen Maler und einige Näherinnen ein, die ihr bei der Arbeit zur Hand gingen. Über diese ersten Tage schrieb sie selbst in ihrer Autobiografie: "Kein Stuhl, kein Tisch, kein Sofa, kein Fensterbrett war mehr frei. Überall wimmelte es von Puppenbeinen, Puppenarmen, Puppenrümpfen, Puppenschnitten. Alles war voll von gehäkelten, gestrickten, zugeschnittenen Puppenkleidern, zurecht gelegten, sortierten, abgezählten, noch nicht durchgesehenen, ausrangierten Puppensachen. In diesem Puppenwust kamen und gingen Heimarbeiterinnen, die sich Arbeit abholten oder Arbeit ablieferten, Lieferanten umringten mich, und dazu klingelte und klingelte das Telefon."

2013

Die innovativste Puppenmacherin des letzten Jahrhunderts Aus ganz Europa und der Welt kamen am 17. September 2013 Freunde und Liebhaber der Käthe Kruse Puppen zusammen, um mit uns gemeinsam den Geburtstag unserer Firmengründerin, der "Puppen-Mama" Käthe Kruse zu feiern. An diesem Tag wäre die wohl innovativste Puppenmacherin des letzten Jahrhunderts 130 Jahre alt geworden. Neben Werksführungen in unseren Werkstätten in Donauwörth beim Tag der offenen Tür gab es für die weit über 500 Besucher ebenfalls die Möglichkeit, sich bei einer Vorführung der Fertigung von Unikaten ein Bild über den Prozess der Puppenproduktion zu machen. Unter den Besuchern war ebenfalls eine Enkeltochter, sowie eine Urenkelin von Käthe Kruse. Anlässlich dieses großen Ereignisses fertigten wir die exklusive Sammlerpuppe "Käthchen" nach dem Vorbild der großen Puppenmacherin als limitiertes Sondermodell.

2013

Die Hape Gruppe übernimmt die Käthe Kruse Manufaktur Der weltgrößte Hersteller von Holzspielwaren aus nachhaltigen Materialien, die Hape Holding AG, übernimmt die Käthe Kruse GmbH. Zwei führende Spielzeugunternehmen in ihrer Branche wurden durch diese Zusammenarbeit verbunden und erweiterte Möglichkeiten rund um die Entwicklung und Produktion von altersgerechtem und entwicklungsförderndem Spielzeug geschaffen. „Ich fühle mich verpflichtet, das Erbe Käthe Kruse weiter zu tragen“, fügte Gründer und Eigentümer Peter Handstein hinzu.

2016

Marke des Jahrhunderts Käthe Kruse steht beispielhaft für die Produktgruppe PUPPE und wurde von einem prominent besetzten Beirat hochrangiger Markenexperten rund um den Verleger Dr. Florian Langenscheidt zur „Marke des Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Die Manufaktur feiert sein 105-jähriges bestehen.